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Artikel:

Blut, Abstammung und Familie in J.K. Rowlings Harry Potter-Reihe (Melanie Babenhauserheide) 

Abstract:

Einer der Kunstgriffe J.K. Rowlings ist, dass sie in der Harry Potter-Reihe Ressentiments und Diskriminierungen nicht an den aus der realen Welt bekannten Gruppierungen verhandelt, sondern diese anhand verschiedener magischer Wesen und der Frage nach der Abstammung von nichtmagischen Menschen auf einer fiktionalen Ebene – also verfremdet – thematisiert. In diesem Artikel wird das widersprüchliche Verhältnis, das die Harry Potter-Reihe inhaltlich zu Familie und der damit verbundenen Logik des Abstammungsprinzips einnimmt, nachvollzogen und in Bezug gesetzt zur politischen Ideologie der Blutsreinheit, die auf den ersten Blick in den Romanen kritisiert, stellenweise jedoch auch unterschwellig affirmiert wird. Dabei wird aufgezeigt, dass die Widersprüchlichkeit der Harry Potter-Reihe zu diesem Themenkomplex nicht auflösbar ist , dass aber schließlich über eine Aufspaltung in gute und schlechte Familien die in der Erzählung entfaltete Kritik an Abstammungslehren und somit auch das Hinterfragen von Diskriminierung und Ressentiments unterlaufen wird.

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