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Artikel:

"He is Not a Girl" - oder doch? Queere Konzepte in Meg Rosoffs What I Was (Renata Duda-Merle)

Abstract:

Aktuelle Diskussionen der Englisch-Didaktik fordern den Einbezug von queeren Identitäten in den (Fremdsprachen-) Unterricht. Gleichzeitig wird dabei auf das Potenzial der Jugendliteratur hingewiesen, einen Dialog zwischen SchülerInnen und Menschen, die sich jenseits der Butler’schen heterosexuellen Matrix angesiedelt sehen, herstellen zu können. Der vorliegende Artikel schlägt deshalb eine Zusammenführung von theoretischen didaktischen Grundlegungen mit einer von den Queer Studies inspirierten Interpretation von Meg Rosoffs Roman What I Was vor.

Das Hauptaugenmerk der literarischen Analyse liegt auf den Protagonisten Finn und Hilary. Beide versuchen, in einer streng heteronormativen britischen Gesellschaft der 60er Jahre des 20. Jahrhundert ihre Sexualität außerhalb der festgelegten Normen zu erleben. Die Interpretation zielt zum einen darauf hin, die im Text thematisierten Brüche zwischen sex, gender und sexuality offenzulegen. Zum anderen wird die literarische Umsetzung der kulturhistorischen Dimension der Homosexualität untersucht. Die Analyse dieser beiden Themenschwerpunkte zielt auf einen möglichen Einsatz im schulischen Kontext ab, in dem es den  SchülerInnen ermöglicht werden soll, binäre Geschlechtssysteme zu hinterfragen und ihnen ein Raum geboten wird, wo sie Erfahrungen jenseits heterosexueller Normen machen können.

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