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"Zeiten ändern sich, Menschen ändern sich, Meinungen ändern sich": Familie in Andreas Steinhöfels Rico, Oskar ... -Trilogie (Andreas Wicke)

Abstract:

In Andreas Steinhöfels Romanen Rico, Oskar und die Tieferschatten (2008), Rico, Oskar und das Herzgebreche (2009) sowie Rico, Oskar und der Diebstahlstein (2011) steht eine alleinerziehende Mutter mit lernbehindertem Sohn im Zentrum. Trotz einer objektiv betrachtet defizitären Erziehungssituation übt Steinhöfel hier weder Sozialkritik noch markiert er die Abweichung von einer scheinbaren familiären Norm, im Gegenteil steht die positive Sicht des Ich-Erzählers Rico im Zentrum. Betrachtet man die Romane hinsichtlich ihrer narratologischen Faktur, erscheint Rico jedoch als unzuverlässiger Erzähler, was die Darstellung in hohem Maße subjektiviert. Wieder eine andere Perspektive ergibt sich, wenn man die intertextuellen Bezüge zu Homers Odyssee in die Deutung einbezieht. Diese Vielstimmigkeit wird im Aufsatz als Signum eines gewandelten Blicks auf die „neue Unübersichtlichkeit“ der Institution ‚Familie‘ in der aktuellen Kinder- und Jugendliteratur dargestellt.

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