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Mehr als fünf Geschmäcker des Taubseins - Musik in der aktuellen Kinder- und Jugendliteratur über Gehörlosigkeit (Marion Rana) 

Auszug (Einleitung):

 

Wer taub ist, hat keinen Zugang zur Musik – so könnte man meinen. Gehörlosigkeit und Musik scheinen sich im gleichen Maße auszuschließen wie Blindheit und Malerei. In beiden Bereichen jedoch wird der Laie schnell mit Überraschungen konfrontiert, die gängige Stereotype über „behinderte“ Menschen in Frage stellen: Genau wie sehgeschädigte Menschen selbst künstlerisch tätig werden und die Werke anderer KünstlerInnen erfahren können (vgl. z.B. Blind Artist Society und Art Blind), kann Musik als wichtiger Bestandteil der Gehörlosenkultur verstanden werden. Gehörlosenkultur, ebenso wie die meisten Gebärdensprachen, besitzt, wie Cynthia L. Peters erläutert, inhärente Musikalität und Rhythmus, eine visuelle Art, wie Musikalität inkorporiert wird, die laut Peters mit keiner anderen Kultur oder Sprache vergleichbar ist (vgl. 65). So übertragen gehörlose KünstlerInnen Lieder aus der Verbalsprache in die Gebärdensprache und übersetzen dabei auch den Rhythmus mit.

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