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Artikel:

Natur und Kindheit bei Sophia de Mello Breyner Andresen (Gabriela Fragoso)

Abstract:
Die Dichterin Sophia de Mello Breyner Andresen (1919-2004) gilt als einer der bedeutendsten Kinderbuchautoren portugiesischer Sprache. Sie hat erheblich zur Erneuerung der portugiesischen Kinder- und  Jugendliteratur beigetragen, die zu lange unter dem Einfluss von autoritären und rückwärtsgewandten Idealen stand. Bereits vor der Demokratisierung des sozialen Lebens in Portugal, die nach der friedvollen Nelkenrevolution von 1974 einsetzte, schuf Sophia de Mello Zufluchtsräume der Phantasie, in denen die Natur eine vorrangige Rolle einnahm. In ihren Texten werden die Naturräume (Wald, Strand, Garten) zu wahren Refugien, in denen das Kind spielt und seinen Träumereien und Gedanken fern der Aufsicht von Erwachsenen nachhängt. Bei allem Einklang mit der Natur, der in diesen Kindererzählungen offenbart wird, wird nicht verschwiegen, dass auch die Natur Exzesse kennt, die den Menschen in Gefahr bringen. Mit diesem Dualismus wird das Kind in den Geschichten von Sophia de Mello konfrontiert. Dass Wunder überall geschehen können, wenn man nur fest genug daran glaubt und bereit ist, etwas dafür zu tun, ist die erste Botschaft, die im vorliegenden Beitrag herausgearbeitet wurde; die zweite Botschaft lautet, dass ein Versprechen niemals relativiert werden darf. Das ist der ethisch-moralische Anspruch der Autorin.

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