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Artikel:

Comic, Körper, Identität – Konstruktionen des Fremdseins in Marjane Satrapis Persepolis (Anna Stemmann)

Abstract:

In Marjane Satrapis zweibändigem Comic Persepolis (2005/2006) laufen dezidiert autobiografische Erlebnisse aus der eigenen Migrationserfahrung sowie die Schilderung historischer Ereignisse und Repressionen des Heimatlandes Iran zusammen. Zum wichtigen Narrativ wird dabei der Körper der Protagonistin, der über die dualen Vermittlungskanäle von Schrift und Zeichnung im Comic, tragende Funktionen übernimmt.

Die Identitätsfindung respektive der aufreibende Prozess des Erwachsenwerdens werden zum zentralen Thema und verschärfen sich durch den Rahmen der inter- und intrakulturellen Spannungen. Fremdheit wird zum Leitmotiv von Marjane, denn eng verschränkt mit den Fremdheitsgefühlen resultierend aus dem Spannungsfeld der kulturellen Differenzerfahrungen nach der Auswanderung nach Wien, ist in dieser Lebensspanne ebenfalls die körperliche Veränderung vom kindlichen zum weiblichen Körper, die ein beständiges Sich-selbst-fremd-Sein evoziert. Der Körper als Indikator für Reifungsprozesse weist dabei die unterschiedlichen Ebenen des Fremdseins nach und der Topos des Körpers wird in Persepolis beständig exponiert und ausgestaltet. Der Artikel geht den verschiedenen Konstruktionen des Fremdseins nach und weist die Funktionen des Körpers, unter Berücksichtigung der medialen Bedingungen und Darstellungsmöglichkeiten des Comics, nach. 

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