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01/2015 Theater und Film

 

Theater ist, so die Auffassung vieler Eltern und Lehrkräfte, pädagogisch und intellektuell besonders wertvoll, und so besuchen Kinder schon in Grundschule und Kita Kindertheaterveranstaltungen, sehenMärchenschauspiele oder nehmen an eigenen Theaterprojekten teil. Abseits pädagogischer Einrichtungen stellt sich die Situation schon wieder anders dar, und der Theaterbesuch von Familien und später von Jugendlichen in Eigenregie ist keines wegs vergleichbar flächendeckend verbreitet. Spielt Kinder-und Jugendtheater noch eine eher untergeordnete Rolle im Medien- und Konsumspektrum junger Menschen, so nimmt die kulturelle und marktwirtschaftliche Relevanz insbesondere des Jugendfilms stetig zu; mit den Harry Potter-, Twilight- und Herr der Ringe-Reihen so wie aktuell mit Das Schicksal ist ein mieser Verräter sind und waren einige der größten Blockbuster der letzten Jahre KJL-Verfilmungen.

Die vergleichbare Verbindung auditiver, visueller und produktionsimmanenter Besonderheiten von Kinder- und Jugendfilm und -theater lädt dabei zu einer gemeinsamen Betrachtung der beiden medialen Formen ein. Dem Thema entsprechend ist diese Ausgabe von interjuli dabei sehr rezeptionsorientiert. Neben einem ausladenden Rezensionsteil enthält die neue interjuli Gespräche mit gleich drei Interviewpartnern: Jürgen Kirschner vom Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der Bundesrepublik Deutschland erläutert die Situation des Kindertheaters, und die Theatermacher Stefan Dehler und Christoph Huber berichten über die Arbeit mit ihrer Theaterformation stillehunde. Außerdem gewährt Beata Kornatowska einen Einblick in die Märchenoperwelt Polens, diskutiert Christian Stewen eine Ästhetik der Identifikation im Kinderfilm und betrachtet Michael Stierstorfer die aktuelle Welle an antiken KJL-Anlehnungen. Einem filmischen Thema widmet sich auch Franziska Matthes mit ihrer Studie zu den Filmpräferenzen von Kindern, während Daniel Volaric die Möglichkeiten dramatischer Adaptionen von KJL-Klassikern vorstellt.

 


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