Newsletter bestellen  . . Deutsch Englisch

Artikel:

Interkulturelle Semantik und Jugendliteratur: Das Potential von übersetzter Literatur mit Glossar (Lea Grimm)

Abstract:
Übersetzte Jugendliteratur ist zuweilen mit einem Glossar versehen, in welchem originalsprachliche Ausdrücke, die sowohl im Ausgangstext als auch im übersetzten Text bewusst in der Herkunftssprache der (über einen Migrationshintergrund verfügenden und in der Sprache des Einwanderungslandes publizierenden) AutorInnen belassen wurden, erläutert werden. Betrachtet man dieses Glossar genauer und schlägt dabei eine Brücke zwischen Interkultureller Semantik und Jugendliteratur, so ergibt sich ein (didaktisches) Potenzial, das vor allem für den Romanrezipienten im schulischen Kontext von Interesse sein dürfte. Der Beitrag widmet sich zunächst dem Hotword-Konzept von Hans-Jürgen Heringer und verweist auf Peter Kühn, der dieses Konzept in neuerer Zeit auf einen jugendliterarischen Text angewandt hat, um sodann mit der Analyse zweier Romane fortzufahren, die sich als Beispiele für Glossar-Literatur im oben genannten Sinne eignen. Abgerundet wird der Beitrag durch die Darstellung von fünf Vorteilen, die übersetzte Literatur mit Glossar zu bieten hat –besonders im Hinblick auf eine Steigerung des Lesevergnügens und der Leseanstrengung sowie bezüglich des Strebens nach kulturellem Bedeutungserhalt im Übersetzungsprozess. Als Textgrundlage dienen „Im Himmel spricht man Englisch“ von An Na und „Rani & Sukh“ von Bali Rai.

4,20 €        0,00 €

 Zum Artikel